Bild auf Leinwand Clear Day

Metatron Figur - Herr der Engel mit Würfel Veronese Dekofigur Skulptur H 35 cm

In diesem Jahr habe ich mich schwer getan, einen eindeutigen Newcomer des Jahres zu identifizieren. Im Verlauf des Jahres gab es drei Kandidaten, wovon einer schon im vergangenen Jahr auf dem Radar erschien. Von diesen riecht einer nach Retorte, der zweite blieb leider bezüglich Können und Ausrichtung etwas diffus und der dritte Kandidat glänzte mit Besetzungsproblemen. Letztlich hing mein Bauchgefühl fast die ganze Zeit an der letztjährigen Nominierung, und nachdem gerade erst die Besetzung der Band wieder komplett ist, lege ich mich jetzt auf die wunderbare Neuentdeckung aus meiner Heimatstadt fest: Alpha Omega aus Berlin.

Es ist gerade einmal etwas über ein Jahr her, dass ich über Five Kiss Prophecy gestolpert bin, gerade noch rechtzeitig zur Bekanntgabe ihres Abschiedskonzertes. Die Enttäuschung, die sich bei mir breit machte, wurde durch die fast zeitgleiche Ankündigung einer neuen Band mit zwei Mitgliedern aus dem Gefüge, die wohl bisher auch als der musikalische Nukleus von Alpha Omega angesehen werden dürfen, etwas relativiert. Nach kurzer Wartezeit stand neben Sängerin Lea Moonchild und Gitarist Chriss von Musik eine erste Besetzung und parallel dazu gab es die selbstbetitelte EP, um endlich die Neugier zu stillen. Was die Neulinge darauf präsentierten machte aber so richtig Lust auf mehr. Bald sollte es dann auch Nachschlag geben, bei Ihrem Konzert Debüt haben Alpha Omega so ziemlich alles richtig gemacht und die weiteren Bands an diesem Abend an die Wand gespielt (siehe auch den Live-Bericht aus dem Februar: 15X(Wedding Evening Dress Gown Garment Storage Cover Bag Protector 174cm U5W1)). Auch wenn das zweite Konzert nicht ganz so rund lief, war die Performance immer noch absolut überzeugend mit hohem Spaßfaktor. Danach trat eine kleine Funkstille ein, die in gleich zwei Vakanzen begründet war. Doch mit Nico Jonas an der Schlagbude und Dogus an der zweiten Gitarre ist zusammen mit Mike Jey am Bass das Quintett wieder komplett und die Segel für 2018 sind gesetzt. Das nächste Album ist bereits geschrieben, und aktuell laufen die Vorbereitungen für die Aufnahme des zweiten Werkes.

Im Profil der Band steht der sehr weit gefächterte Begriff „Alternative Metal“. Stimmt. Aber in diesem Genre gibt es verdammt viele Vertreter, Gibt es etwas, was Alpha Omega anders machen? Ich mag mich irren, und Musiker mit einem ähnlichen Repertoire sind mir bisher völlig verborgen geblieben, aber ich nehme an, die Band hat mit dem ersten Output etwas geschaffen, was zum einen die konsequente Weiterführung der Qualitäten von Five Kiss Prophecy ist, zum anderen eine Tür aufstößt zu Sounds, die ich eben so noch bei keiner anderen Band vernommen habe. Grob gesagt ist es ein Mix von Metal, Dark Wave und Elektronica und einer fetten Portion Hardcore. Das klingt zunächst nicht neu, aber auch wenn ich immer wieder den Vergleich zu den Architects lese, klingen Alpha Omega weder wirklich wie die Architects noch wie weitere Vertreter im Metalcore mit weiblichen Vocals, wie beispielsweise Dream State oder Once Human. Beispielsweise ist da die düstere Grundatmosphäre der Lyrics und der immer wiederkehrenden Elemente, die eher an 80er Jahre Gothic Wave erinnern, als an eine moderne, energiegeladene Metal Performance. Das große Kunststück ist aber eben gerade, dass Alpha Omega trotzdem eben genau das sind: Eine moderne, energiegeladene Metal Performance. Die Musik treibt eigentlich zu jeder Sekunde, eben selbst bei den ruhigeren Passagen und den Clean Vocals. Perfekt, um dazu abzutanzen, Energie zu tanken und im übrigen auch hervorragend zum Joggen. Auch wenn ich mich wiederhole, der Vergleich, der sich mir am ehesten aufzwingt, ist die mit weiblichem Gesang besetzte Symbiose von Type’O’Negative und Carnivore. Wobei Carnivore gerne durch jede treibende, mit verständlichen Harsh Vocals glänzende Hardcore Truppe ersetzt werden darf.

Selbst wenn die EP eine Anzahl von Rotationen im dreistelligen Bereich innerhalb des knappen Jahres bei mir aufweist und damit neben Delain und Forever Still zu den meistgehörten Werken gehört, sehe ich, dass ohne eine Weiterentwicklung die Gefahr besteht, das Ganze könnte auf Dauer etwas eintönig werden. Die größte Abwechslung bieten tatsächlich die Clean Vocals. In den youtube-Kommentaren habe ich vermehrt Kritik an den Harsh Vocals vernommen. Zunächst konnte ich dies nicht nachvollziehen. Meiner Ansicht nach transportieren diese ziemlich gut die Wut, die in den Songs steckt, und es gibt bekanntere Vertreter der Musikgeschichte mit deutlich weniger markanten oder aussagekräftigen Vokalisierungen. Im aber oft bemühten Vergleich zu den Architects, bei denen der harsche Gesang durchaus auch melodietragend ist, fällt dann dagegen ein eher monotoner Vortrag wutgeladener Tiraden tatsächlich etwas ab. Ich bin gespannt, ob Sängerin Lea auf dem kommenden Werk ein klein wenig Mut zum Experimentieren aufbringt. Dies ist allerdings Kritik auf hohem Niveau. Selbst wenn der stilistische Sprung ausbleibt, vermute ich, auch im nächsten Jahr werden mir, hoffentlich mit einem neuen Album, Alpha Omega wieder viele Stunden lang den Tank ordentlich auffüllen.NOS Vintage 1970s REGINA EXTRA 14-19 cogs 6 Speed ISO freewheel cassette

Die selbstbetitelte Debüt-EP ist in physikalischer und in digitaler Form auf Spotify, iTunes, Amazon und Bandcamp erhältlich.

Reinhören – Kaufen – Abrocken!

Review: A Decade of Delain – Live at the Paradiso

Die jüngste Veröffentlichung von DELAIN markiert nicht nur einen Meilenstein in der Bandchronik, sondern ist auch ein echter Leckerbissen für Fans, eine wundervolle Erinnerung für diejenigen, die dabei sein durften und eine aussagekräftige Präsentation für alle diejenigen, die die Band unverständlicherweise immer noch nicht kennen und lieben gelernt haben. Mit dem Vorsatz, den 10. Jahrestag besonders zu begehen, fing alles an. Eine Jubiläumsshow und ein Mitschnitt eben dieser Veranstaltung sollten es sein. Eine Crowdfunding-Kampagne und bald zwei Jahre später liegt das Ergebnis nun in Form einer tollen Box und anderen Formaten vor.

10 Jahre DELAIN, das ist das Märchen eines Spin-Offs einer der bekanntesten Bands der Gothic Metal Szene, deren Keyboarder Martijn Westerholt vor etwas über 11 Jahren aus privaten Gründen ein neues Projekt starten wollte und in der 19-jährigen Texterin Charlotte Wessels die perfekte Frontfrau für sein neues Baby gesehen hat. Was für ein Glücksgriff dieser charismatische Wirbelwind für die Musikwelt war, davon kann sich heute jeder anhand diesem mehr als repräsentativen Querschnitt aus dem Oeuvre der Holländer überzeugen.16 , 17 Showman™ full rough out leather training saddle with suede leather seat

Besonders in den Anfangstagen war das Ganze eben nur ein Projekt, mit wechselnden Bandmitgliedern und Kooperationen. Auch wenn sich das Gefüge in den letzten Jahren verdichtet, kann es selbst heute noch passieren, das von Tour zu Tour andere Gesichter auf der Bühne stehen. Diese Aufnahme zum 10-jährigen Bandjubiläum fängt ein wenig Geschichte mit ein. So finden sich mit Rob van der Loo, Sander Zoer und Guus Eikens alte, teils langjährige Weggefährten auf der Bühne des Paradiso zu „Sleepwalkers Dream“ ein. Als Gäste steuern Burton C. Bell Vocals zu „Where is the Blood“ und George Oosthoek zu „Pristine“ bei. Letzterer Song kommt, als Duett angelegt, sonst eher nie auf eine Setlist, aber kann hier in voller Pracht genossen werden. Weiterhin sind neben diesen raren Live-Versionen natürlich sämtliche Show-Klassiker vertreten. Von „April Rain“ über „The Gathering“, „Stay Forever“, „Fire with Fire“ bis hin zur jüngeren Pflicht-Hymne „We are the Others“, welche zu Ehren von Sophie Lancaster inzwischen traditionell jede Show abschließt.

Während Marco Hietala der Jubiläums-Show lediglich als Videoeinspielung beiwohnt, entern Liv Kristine und Alissa White-Gluz die Bühne vom Paradiso in Amsterdam und spätestens das Duett von Charlotte mit Alissa bei „The Tragedy of the Commons“ von DELAINS Meisterwerk „The Human Contradiction“ stellt die Nackenhaare auf und treibt das Wasser in die Augen. Was würde ich darum geben, alleine diesen Auftritt selbst erlebt zu haben.

Die Show war einer Jubiläumsfeier also durchaus mehr als würdig. Die dabei entstandenen Aufnahmen sind es in überwiegenden Teilen ebenfalls. Der Sound ist ausgewogen und alle Elemente können gut und differenziert wahrgenommen werden. Das Bild bietet ebenfalls keinen Grund zur Kritik, Fehler konnte ich keine entdecken. Wenn ich etwas bemängeln müsste, dann ist das der, leider moderne, aber dadurch keinesfalls angenehme, hektische Schnitt. Höhepunkte, wie eben gerade die Duette kommen dadurch fast kaum zur Entfaltung, ständig ist ein neuer Bildausschnitt zu sehen, manches Mal sogar eine eher sinnfreie Einstellung, bei der die Lichteffekte eine deutliches Bild kaum zulassen, im nächsten Moment aber eine tolle Aufnahme aus einem anderen Winkel von der selben Situation existiert. Das geht sicher besser, ist aber schließlich auch eine Geschmacksfrage. Eine Multiangle Produktion wäre hier eine wünschenswerte Option gewesen. Das animierte Menü der blu-ray mit dem tollen Intro stimmt einen gleich nach dem Einlegen bestens ein. Neben der vollen Jubiläumsshow mit etwa 1:50 h Spielzeit sind zwei Videoclips und eine etwa 35-minütige Dokumentation über Delain enthalten. Leider ist wenig Material aus den frühen Tagen der Band zu sehen. Allerdings gibt es sicher auch hier für eingefleischte Fans noch das ein oder andere zu entdecken. In jedem Fall rundet diese Zugabe das Paket wundervoll ab und ist nicht nur ein kurzes Werbefilmchen.

Wer schon mit Delain auf einer Tour abgefeiert hat, weiß in etwa, das einen hier eine der besten Livebands dieser Tage erwartet, die mit ihrer unbändigen Spielfreude eine Party mit melodischem Metal an den Start bringt. Dabei ist die Auswahl an Songs und Gästen eine tolle Erinnerung an 10 Jahre DELAIN. Für alle anderen dürfte es mit diesem umfassenden Einblick in das Werk der Holländer keinen Grund mehr geben, der kommenden Tour fern zu bleiben!

3D Spirited Away 339 Japan Anime Game Non Slip Rug Mat Round Elegant Carpet

4,5/5 Punkten

Tracklisting

CD 1:
1 The Monarch Intro
2 Hands Of Gold (feat. Alissa White-Gluz)
3 Suckerpunch
4 The Glory And The Scum
5 Get The Devil Out Of Me
6 Army Of Dolls
7 The Hurricane
8 April Rain
9 Where Is The Blood (feat. Burton C. Bell)
10 Here Come The Vultures
11 Fire With Fire
12 The Tragedy Of The Commons (feat. Alissa White-Gluz)
13 Danse Macabre

CD 2:
1 Sleepwalkers Dream (feat. Rob van der Loo, Sander Zoer, Guus Eikens)
2 Your Body Is A Battleground (feat. Marco Hietala)
3 Stay Forever
4 See Me In Shadow (feat. Liv Kristine, Elianne Anemaat)
5 The Gathering
6 Pristine (feat. George Oosthoek)
7 Mother Machine
8 Sing To Me (feat. Marco Hietala)
9 Don’t Let Go
10 We Are The Others

DVD / blu-ray:
1. Intro (The Monarch)
2. Hands of Gold (featuring Alissa White-Gluz)
3. Suckerpunch
4. The Glory and the Scum
5. Get the Devil Out of Me
6. Army of Dolls
7. The Hurricane
8. April Rain
9. Where Is The Blood (featuring Burton C. Bell)
10. Here Come the Vultures
11. Fire With Fire
12. The Tragedy of the Commons (featuring Alissa White-Gluz)
13. Danse Macabre
14. Sleepwalkers Dream (featuring Rob van der Loo, Sander Zoer, and Guus Eikens)
15. Your Body is a Battleground (featuring Marco Hietala – video)
16. Stay Forever
17. See Me In Shadow (featuring Liv Kristine and Elianne Anemaat)
18. The Gathering
19. Pristine (featuring George Oosthoek)
20. Mother Machine
21. Sing to Me (featuring Marco Hietala – video)
22. Don’t Let Go
23. We Are the Others

DVD / blu-ray bonus content:
1. We Are the Others – A Decade of Delain documentary
2. “We Are the Others” – live at Masters of Rock 2015
3. “Suckerpunch” official music video

AUERHAHN ESSIG & ÖL MENAGE - NEU

Welicoruss – Death Metal Paganfest im Berliner Blackland (Live Review)

Am Freitag gab es im Blackland einen ganz besonderen Leckerbissen: Welicoruss gastierten im Rahmen ihrer umfangreichen Europatour im Black-Metal Epizentrum Berlins und zelebrierten ihr folkloristisches Metalbrett in der Manier von Arkona oder Bathory. 4x WHIRLPOOL FRIDGE WATER FILTER 4396508 8212652 GENUINE

SIDI Road Bike schuhe 40 6.5 US - used very little. Lots of life left Welicoruss A.B.

Welicoruss A.B.

Leider immer noch ein Geheimtip, obwohl bereits mit dem dritten Album im Gepäck, boten Welicoruss aus Sibirien eine ganze Menge und das nicht nur fürs Gehör. Das gesamte Konzept ist in sich stimmig und garantiert ein rundum großartiges Showerlebnis. Vom umgehängten Wolfspelz bis hin zur Maskierung stimmen einen die optischen Details noch vor den ersten Akkorden auf das ein, was im Anschluß folgt: Ein derbes, martialisches aber auch melancholisches Fest der Gitarrenmusik. Auch wenn ich mir persönlich noch den einen oder anderen Moment gewünscht hätte, den es so nur auf den Alben zu erleben gibt: Die melancholischen russischen Männerchöre (die auf dem aktuellen Album Az Esm´ auch schon etwas in den Hintergrund geraten sind) oder auch die weiblichen Sirenen, die dem selbsternannten Symphonic Death Metal Quartett noch etwas gerechter würden. Zwar gab es einige Sounds aus der Konserve, aber diese waren überwiegend soweit in den Hintergrund gestellt, daß es überwiegend nur in eine Richtung ging: Nach vorne! Gut, damit war es eben eine Vollbedienung mit nur kurzen, langsameren Passagen, die jeweils nur einen Moment Luft holen und die Nackenmuskeln die Ruheposition suchen ließen. Mit Sicherheit nicht die schlechteste Entscheidung, um eine Halle zu fesseln und zum Kopfschütteln anzuregen. Hier gab es jedoch ein Manko: Die Halle war noch ein überschaubarer Ort, der zudem weit unter seiner Besucherkapazität blieb. Wer Jahre zuvor in gleicher Location Arkona erlebt hat, fragt sich, warum Welicoruss nicht zumindest annähernd ähnlichen Zuspruch erhalten. Die Qualität des inzwischen in Tschechien lebenden Vierers kann nicht der Grund sein, denn die Männer wissen mindestens genauso gut, wie man Geschichten in harte Klangwelten einbindet und beherrschen es obendrein noch, eine Kulisse zu schaffen, die einen beinahe wirklich in die mystische Vergangenheit von Schamanen, Jägern und großen Kriegern entführt. Ich bin mir sogar fast sicher – hätten die Kelten Strom gekannt, ihre Kriegslieder hätten genau so geklungen! Das vierte Album ist bereits in der Mache. Wenn ich mir eines dafür wünschen darf; bitte vergesst nicht eure Wurzeln und behaltet die wundervollen folkloristischen Elemente der ersten beiden Alben bei, denn gerade die Pagan Elemente und die russischen Wurzeln machen euch so einzigartig und ähnlich aufregend, wie es früher einmal ein Quorthon mit Bathory auf unnachahmliche Weise geschafft hat. 

Sergio Grasso Stiefeletten Indigo mystic braun


Wer also auf eine gelungene Mischung aus Bathory und Arkona steht, sollte den siberischen Vierer auf den verbleibenden Terminen der ausgedehnten Europa-Tournee nicht verpassen! 

Termine 2017

SUPER BOUNCY BALLS COLOURFUL 500 JET BALLS 27mm 14|04 CZ PRAGUE
15|04 CZ BRNO
16|04 CZ OSTRAVA
05|05 DE PLAUEN
06|05 CZ PLZEN
12|05 SK BANSKA BYSTRICA
13|05 SK BRATISLAVA
14|05 PL BIELSKO-BIALA
24|05 DE OFFENBURG
25|05 FR ST. ETIENNE
26|05 FR LYON
27|05 FR CHAMBERY
28|05 IT MILAN
02|06 DE HAMBURG
09|06 BE OOSTENDE
10|06 BE ROESELARE
18|06 FR HELLFEST
17|08 DE BARTHER FEST
19|08 NL FANTASY FEST
08|09 DE POSTDAM
15|09 DE OFFENBURG
16|09 DE TBA
17|09 DE REGENSBURG
22|09 AT GRAZ
23|09 DE NEUENBURG
24|09 DE RODEWISCH
28|09 RO TBA
29|09 RO BUCHAREST
30|09 RS BELGRADE
01|10 RS NOVI SAD
05|10 DE WURZBURG
06|10 BE TBA
07|10 BE Zillebeke
13|10 CH CHUR
14|10 CH METAL SCAR FEST
19|10 CZ CESKE BUDEJOVICE
20|10 DE RENCHEN
21|10 DE BAVARIAN HARD FEST
11|11 FR Frejus
30|11 DE ERFURT
01|12 CZ PRAGUE
02|12 CZ OSTRAVA
03|12 CZ BRNO
04|12 SK BRATISLAVA

Stage-Debüt: AlphaOmega aus Berlin mit beachtlicher erster Live Performance

Am vergangenen Freitag war es soweit, als erste von vier Bands enterten AlphaOmega im Blackland die Bühne und spielten das Groß der folgenden Bands furios an die Wand. Für eine neu formierte Gruppe bei Ihrem ersten Auftritt nicht gerade eine Selbstverständlichkeit, selbst wenn einige der Akteure schon diverse Jahre Band- respektive Bühnenerfahrung mitbringen. Daß es sich hierbei nicht nur um einen rein subjektiven Eindruck handelte, zeigten auch die Zuschauerreaktionen.

AlphaOmega ist eine junge Band um den künstlerischen Nukleus Lea Moonchild am Mikro und Gitarist Chriss. Beide spielten schon zuvor zusammen bei Five Kiss Prophecy, die sich gerade erst von ihren Fans verabschiedeten. In der neuen Crew haben jetzt noch Tamâs, ebenfalls an der Gitarre, Mike am Bass und Dave an der Schießbude angeheuert.

Auch wenn an der Bühnenpräsenz hier und da vielleicht noch gefeilt werden kann, wirkte die Vorstellung bereits sehr homogen. Dies ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, daß Chriss und Lea das Album alleine aufgenommen haben und die später dazu gestoßenen Bandmitglieder gerade mal etwa drei Monate hatten, um sich die Songs draufzupacken. Nicht nur das, neue Songs waren ja bereits bei diesem Set auch am Start. Um die Kreativität der jungen Formation braucht sich also keiner zu sorgen. Am deutlichsten jedoch spiegelt sich diese Kreativität in der Musik des jungen Quintetts wider: Ich kann zu diesem Zeitpunkt keine Referenz nennen, die ähnlich klingt. Mit ganz viel Phantasie könnte man meinen, die Legende Pete Steele sei als weibliche Reinkarnation zurück gekehrt, um seine beiden großartigen Bands zu einer einzigen zu verschmelzen. Die brutalen, harschen Auf-die-Fresse-Vocals aus seiner Carnivore Ära treffen im regen Wechsel auf den oft elegischen Klargesang mit deutlichen Wave- und Gothic-Einflüssen von Type’O’Negative.

Jersey MTB de manga corta Mons Royale Vapour Lite Oily Blau

AlphaOmega

Genau dieser Wechsel vollzog sich auch bei Lea auf der Bühne, wandelte sie zunächst im klassischen Gothic-Three-Step über die Bretter, explodierte sie im nächsten Moment in einer Hardcore Attitüde, die man der zierlichen Person vielleicht im ersten Moment nicht zutrauen würde. Diese Ausbrüche würde ich mir jedoch glatt noch häufiger und intensiver wünschen. Allerdings merkte man zu jedem Zeitpunkt, daß sie die Songs fühlt und dem Publikum genau so vermittelt; und diese Natürlichkeit ist womöglich allemal besser als irgendeine aufgesetzte Inszenierung.

Überhaupt passiert in den Songs von AlphaOmega ziemlich viel: Es ist nicht der typische Drei-Akkorde-Hardcore, sondern vielmehr ein moderner, bald an den Shoegaze heranreichender Soundteppich, den der Gitarren-Dreier zusammen mit dem Schlagwerker webt, wie er sonst eher im Death Metal zu erleben ist. Im Gegenzug dann die Wave-Rock Passagen, die eben besagte Erinnerung an Type’O’Negative erwecken. Die ständigen Tempowechsel zusammen mit dem Spannungsbogen zwischen den unterschiedlichsten Gesangsformen bergen eine Abwechslung, die auch nach mehrfachem Hören immer wieder fesselt. Zudem ist Leas saubere Artikulation bei den harschen Vocals, die oft jedes Wort verständlich lassen, ein eher ungewöhnliches Element, wenn nicht gar ein Alleinstellungsmerkmal. Dabei liegt AlphaOmega auf einem Niveau, welches sich meines Erachtens durchaus auf internationaler Ebene messen darf. Eine Eigenschaft, die ich bei vielen ganz jungen Bands aus Deutschland immer wieder vermisse. 

Track: Darkest Ocean

Ich merke, es wird schwer, mich dieses Jahr auf einen Kandidaten für den besten Newcomer des Jahres festzulegen. Mit After Time (aus Rochester, Minnesota) ist AlphaOmega zwar absolut nicht vergleichbar, aber für den Platz in meiner Ehrenhalle absolut ebenbürtig.

Allen, die nun glauben, etwas verpasst zu haben, sei gesagt, daß AlphaOmega bereits im Mai wieder die Bühne rocken werden, dann gemeinsam mit der ebenfalls absolut starken Mannschaft der Progressive-Death-Metal Band Road Not Taken. Bei dieser Gelegenheit könnt ihr euch auch gleich für einen fairen Preis die selbstbetitelte und wirklich gut produzierte Debüt-EP von AlphaOmega zum empfohlenen Immer-Wieder-Hören schnappen.Dawes Concorde Classic Retro Vintage 380mm Handlebars Made in England

AlphaOmega in Netz:

Konzertkritik: Lacuna Coil + Forever Still + Genus Ordinis Dei, White Trash, Berlin

Jtek Titanium Seat Post for Brompton 520mm

Endlich fand mal wieder ein Live Leckerbissen der besonderen Art vergangene Woche den Weg ins Berliner White Trash Fast Food: Lacuna Coil spielten am neuen Standort des Kult-Restaurants im jetzt deutlich größeren Konzertsaal, der sich nun zu Recht auch als Ballroom ausgibt. Meine große Freude und Erwartung galt allerdings der gerade erst zuvor angekündigten Begleitung: Neben den aus Italien mitgereisten Death Metallern Genus Ordinis Dei hatten die erst jüngst gesignten Forever Still aus Dänemark einen Slot im Vorprogramm erwischt. Logisch, dass meine Newcomer des Jahres ganz oben auf meiner Wunschliste für ein Abendprogramm standen.

Ja ich mag hier voreingenommen sein, aber da auch weitere ähnliche Kritiken im Netz kursieren, kann ich eigentlich überzeugt eines vorweg nehmen: Der Headliner tat sich gegen die jungen Forever Still aus Dänemark schwer.

WINTER Thermostiefel REITSTIEFEL Winterstiefel Gr. 41 flexible Wade KUSCHELWeißH

Der Abend begann mit Genus Ordinis Dei. Der Death Metal Vierer mühte sich redlich, den noch nicht gefüllten Tanzsaal aufzuwärmen. Die härteste der Metal Gangarten war jedoch vermutlich den meisten der Anwesenden zu heftig und wollte nicht so richtig zünden.

Genus Ordinis Dei

Ganz anders sah es bei Forever Still aus, die trotz nur annehmbarem Sound nach dem kompletten Aufbau direkt vor dem Set und einem nur etwa 7-minütigem Soundcheck den Floor vor der Bühne rasch füllten und einigen Beifall erhielten. Für eine Band, die hier noch kaum einer kennt, zudem in der verwöhnten, um nicht zu sagen übersättigten Hauptstadt, ist dies absolut keine Selbstverständlichkeit. Als weiteres Indiz für eine gelungene Erstvorstellung in Berlin darf auch die anschließende Nachfrage am Merchstand von dem dänischen Quartett gelten. Der ein oder andere hielt nach dem Abend das eben erst bei Nuclear Blast erschienene Album Tied Down in seinen Händen.

Auch wenn die Band um den künstlerischen Nukleus von Mikkel Haastrup und Maja Shining sich bisher nur nur für die Touren zusammen getan hat, und somit nicht unbedingt ein homogenes Gefüge zu erwarten wäre, reicht das Feuerwerk, das eben insbesondere die zierliche Frontfrau auf der Bühne abbrennt, um mit den bemerkenswertesten Auftritten der Geschichte durchaus mithalten zu können.

Ich vergleiche das, was ich erleben durfte, gerne mit Yvonne Ducksworth in den ausgehenden 80ern bzw. frühen 90ern vergangener Zeiten bei den legendären Auftritten von Jingo de Lunch oder aber auch den Emils zur selben Zeit. Eine derart energiegeladene Show erlebt man eben sonst eher in den Gefilden des Punk. Optisch passt die zweite Maja im Bunde, Gitarristin Partsch, hervorragend zur Sängerin Maja Shining, die beiden könnten im Look glatt als Geschwister durchgehen. Vielleicht ist diese Tour ja der Auftakt für eine dauerhafte Liaison.

Maja Partsch, Forever Still

Der Gegenpart zu dem singenden Wirbelwind ist das kreative Mastermind Mikkel Haastrup, der auf der Bühne überwiegend zurückhaltend agiert. Auch wenn ich von der fehlenden Homogenität und womöglich damit einhergehender fehlender Interaktion der Musiker untereinander sprach, ist das gezeigte für eine so junge und wenig zusammengewachsene Band bereits weit besser, als alles, was sich oftmals auf den Bühnen zu guter Gitarrenmusik tut. Angenommen die rohe Energie von Sängerin Maja würde darunter leiden, sobald sie mit den anderen Faxen machen würde, dann bevorzuge ich vermutlich die jetzige Konstellation einer One-Woman-Show. Dieses Prädikat soll auch keinesfalls die Leistung der restlichen Bandmitglieder schmälern, ohne das ausgezeichnete musikalische Gerüst, welches diese zaubern, wäre es nämlich keine Show. Und was dieser musikalische Vortrag zu bieten hat, kann sich ebenfalls hören lassen: Die Songs rund um Verzweiflung, Wut, Angst und Selbstfindung, die eben das Debütalbum ausmachen, sind live ein noch eindringlicheres Erlebnis. Ich war extrem neugierig, ob „Save Me“ oder „Scars“ mir im Saal den selben Schauer über den Rücken jagen können, wie sie es aus der Konserve tun. Und ja, obwohl die letzten Sekunden von „Save Me“ live ein wenig tiefer vorgetragen wurden, war die Wirkung dieselbe. Danke für diese wundervolle Show an die vier jungen Damen und Herren aus dem hohen Norden!

Maja Shining, Forever Still

Der Headliner Lacuna Coil ist seit etwa 20 Jahren eine Institution, zunächst als Crossover und Wegbereiter für gleich zwei Genres (Gothic- und Nu Metal) später etwas breiter aufgestellt als Alternative Rockband. Ihr größtes musikalisches Pfund ist die Tatsache, das mit Andrea Ferro und Christina Scabbia gleich zwei Vokalisten am Start sind. Dies, zusammen mit einer 20-jährigen Erfahrung, könnte die Grundlage für etwas ganz besonderes bei einer Bühnenpräsentation werden.

Es war mein erster Besuch bei Lacuna Coil, die irgendwie nie so ganz zu 100 % in mein Raster fielen. Keine Frage, haben die erfahrenen Musiker auch eine tolle Show auf der Bühne hingelegt. Spielfreude schien vorhanden zu sein, das Publikum wurde immer wieder zum Mitmachen animiert und dies fiel immer auf fruchtbaren Boden. Aber auch hier war eine Interaktion zwischen den Beteiligten auf der Bühne kaum vorhanden. Dabei hätte doch eben gerade das Zweier-Gespann am Mikrofon so viele großartige Möglichkeiten, etwas wirklich magisches auf die Bühne zu zaubern. So blieb es in meinen Augen eine grundsolide Show ohne echte Höhepunkte. Daran konnten auch die Mitsingparts und ein Depeche Mode Cover nicht viel ändern. Das mag jetzt ein wenig harsch klingen, aber das Problem des Headliners ist hier tatsächlich: Forever Still haben mit ihrer hoch energetischen Show einfach mehr abgeliefert. Die langjährige Erfahrung der Italiener hat nicht ausgereicht, um dem Auftritt der jungen Wilden vergessen zu lassen.

Weaver Stacy Westfall Training and Lunging Rope, 3 4-Inch x 15-Feet

Private Website von:

Matthias Jungk, Lilli-Friedemann-Ring13, 30177 Hannover, Deutschland

Kontakt:

SMS: +6281237317325 ■ Whatsapp: +4915156900843 ■ Email: sumbareisen@gmail.com